Das Orgelbuch

Orgelbuch

 

Orgelbuch zum Evangelischen Gesangbuch

Stil- und Spielbuch für Orgel

Zweibändige Edition, in Leinen, zusammen rund 680 Seiten.
Intonation, Vorspiele und bis zu 8 Auswahlsätze zu rund 400 Liedern des Evangelischen Gesangbuchs.
Ein Standardwerk des liturgischen Orgelspiels.

Herausgeber: Eberhard Klotz

Große Auswahl an Intonationen, Vorspielen und Begleitsätzen in ein und derselben Ausgabe — Musik aus der Evangelischen Kirche, geeignet für den evangelischen und auch ökumenischen Gottesdienst — Bis zu 8 Auswahlsätze zu jedem der rund 400 ausgewählten Lieder in allen Schwierigkeitsgraden und in den verschiedensten Stilen zum Begleiten des Gemeindegesangs, solistischen Sängern, Chor oder Instrumentalisten — Gut lesbares Druckbild, in großzügigem 24 x 32 cm Format und optimale Wendestellen — 5 Lesebänder pro Band — Viele Originalsätze bedeutender Meister der Evangelischen Kirchenmusk, u.a. von Johann Walter, Vulpius, Eccard, Goudimel, Schein, Praetorius, Scheidt, Haßler, Schütz, J. S. Bach, Reger u.v.m., weitgehend in der Originalnotation oder für die Orgel eingerichtet — Sätze, die für die verschiedensten Intrumental-Ensembles vielseitig verwendbar sind — Drei-vier-fünf- und sechstimmige Sätze zur Auswahl — Lustige Zeichnungen von Guy Bovet in jedem Band.

Beide in dunkelblaues Leinen gebundene Bände kosten zusammen 60 Euro (zuzüglich Versandkosten *).

Notenbeispiel 1
Notenbeispiel 2

Ausführliche Informationen (Flyer zum Orgelbuch)
Bestellmöglichkeiten beim Verlag zu den Choral-Vorspielen und -Begleitsätzen für Orgel zu rund 400 Liedern aus dem Evangelischen Gesangbuch, dem Stil- und Spielbuch für Orgel: Telefon 0711 5054473, post@eichelberg-verlag.de


 

* Lieferung, Zahlung, Widerrufsrecht
Die Lieferung erfolgt an Privatkunden und Fachhändler umgehend innerhalb Deutschlands mit der deutschen Post. Im Ausland durch entsprechenden Zusteller.
Die Rechnung liegt der Sendung bei. Zahlbar innert 14 Werktagen.
Ohne Umsatzsteuer nach §19 UStG.
Vom Widerrufsrecht kann innerhalb 14 Tagen Gebrauch gemacht werden, sofern das zugesandte Notenmaterial in diesem Zeitraum nicht für öffentliche Aufführungen (Konzerte) verwendet wurde.


 

Rezensionen

SMZ Schweizer Musikzeitung 1/2012
»Anspruchsvolle Sätze in Fülle
Mit seinem Stil- und Spielbuch legt der Stuttgarter Organist Eberhard Klotz eine Sammlung vor, die sich als Ergänzung zu bereits existierenden Begleitbüchern und Intonations-Bänden versteht. Zu einem Großteil der Kirchenlieder aus dem Stammteil und einigen wenigen aus dem Regionalteil Württemberg des Evangelischen Gesangbuchs finden sich in den beiden prächtig gestalteten Bänden einerseits je eine Intonation oder ein Vorspiel, deren Länge von einigen Sekunden bis zu mehreren Minuten variieren kann. Diese sind größtenteils von Klotz selbst komponiert, der in den historisch inspirierten Satzformen seine Stilsicherheit eindrücklich unter Beweis stellt (z.B. in einigen vortrefflichen Choralvorspielen im «Orgelbüchlein'-Satz» oder in galantem süddeutsch inspiriertem Stil), aber auch seine Vertrautheit mit zeitgenössischeren Ausdrucksformen belegt. Auf der andern Seite findet sich für jedes Kirchenlied auch mindestens ein Begleitsatz; bei den gebräuchlicheren Liedern legt Klotz sogar eine ganze Reihe von Sätzen vor, in direkter Übernahme historischer, oft wenig bekannter «Original-Sätze» (Scheidt, Hassler, Praetorius, Goudimel, Bach usw.), gelegentlich behutsam an die Melodiefassungen des Gesangbuchs angepasst, oder dann selbst komponiert. Dabei findet sich der Cantus firmus zum Teil auch im Tenor oder im Bass bzw. im Pedal.
Da die Übereinstimmung zwischen dem Evangelischen Gesangbuch in Deutschland und den Schweizer Gesangbüchern groß ist, bietet sich eine Verwendung des Stil- und Spielbuchs auch hierzulande an: In Gemeinden, wo die Tradition des mehrstimmigen Gemeindegesangs nicht mehr existiert (wohl die Mehrzahl) und der Organist nicht unbedingt improvisierend zwischen verschiedenen Harmonisierungsmöglichkeiten wechseln kann, dürfte die hier angebotene Fülle von anspruchsvollen Sätzen eine willkommene Abwechslung bieten und gleichzeitig, im Sinn des Herausgebers, zu einer Sensibilisierung der Kirchgänger für den Gemeindegesang beitragen. Es versteht sich von selbst. dass ein sorgfältiger Vergleich des Cantus firmus unumgänglich ist, um sich allfälliger Unterschiede zwischen Deutschland und der Schweiz bewußt zu werden. Einige der Sätze und Vorspiele sind nur mit einem gewissen Übe-Aufwand zu realisieren; humoristische Zeichnungen aus der Feder des Schweizer Orgelvirtuosen Guy Bovet (Klotz' Lehrer an der Musikhochschule in Basel), welche die beiden Bände illustrieren, mögen hier aber für die nötige Auflockerung sorgen!
Eberhard Klotz, Stil- und Spielbuch für Orgel: Intonationen, Vorspiele und Begleitsätze zu ausgewählten Liedern des Evangelischen Gesangbuchs, 2 Bände, zus. ca. 680 S., € 60.00, Musikverlag Spaeth/Schmid, Stuttgart 2010«
Prof. Tobias Willi

Württembergische Blätter für Kirchenmusik, 4/2011
»Stil- und Spielbuch für Orgel. Intonationen, Vorspiele und Begleitsätze zu rund 400 ausgewählten Liedern des Evangelischen Gesangbuches, Stammteil und Regionalteil Württemberg, hrsg. von Eberhard Klotz - Nagold: Spaeth/Schmid, 2010-2 Bände Leinen, zus. 671 S. - €60,00-Spaeth 50916
(gk) Als ein weitsichtiger Lehrer erweist sich der Herausgeber dieser beiden je über 300-seitigen Bände, entstanden in über 10jähriger Praxis, sowohl in der Ausübung als Organist als auch als Musiklehrer und Leiter einer Musikschule. Man spürt den vielfältigen Anregungshintergrund, der sich in den Bänden widerspiegelt: Verwendungs- und Formenvielfalt samt Praxisnähe.
Diesem allem liegt ein künstlerisches Anliegen zugrunde, das weitergegeben werden will. Wer sich mit diesem Werk beschäftigt, erkennt, dass Singen, Musizieren und Feiern immer auch einer tieferen Kundigkeit bewusst bleiben muss. Wo anders als in Lied und Choral finden geistreiche Verschmelzung von Handwerk und Kunst besser zusammen, und wie anders soll Singen, Musizieren und Feiern mental in uns Wurzel treiben? Eine Ausgabe also, die auf jede Orgelbank gehört, eine notwendige Ergänzung zur derzeitigen Choralbuch-Box. Nämlich wir haben es hier mit einer glücklichen Mischung aus Choralbuch, Orgelbuch, Satzkunst-Buch zu tun, die sich der Notwendigkeit dieses vernachlässigten Wissensbereiches öffnet. Den Nummern des Evangelischen Gesangbuchs wird entsprochen, aber bei jedem einzelnen Choral wird mehr oder weniger intensiv verweilt, sei es durch Choralvorspiel, Intonation und mehreren beispielhaften Begleitsätzen, selten finden wir nur einen einzigen Satz pro Lied vor. Anknüpfend an die ursprüngliche Begleitpraxis der mitsingenden Gemeinde anhand Johann Walterscher polyphoner Choräle präsentiert diese Veröffentlichung mannigfache Sätze von Osiander, Hassler, Jeep, Demantius, Praetorius, Goudimel, Schein, Scheidt, Crüger, Bach, Reger und vieler anderer Meister, macht nicht nur wichtige Namen unserer Musikgeschichte bekannt, sondern weckt das Gespür für Weise, gesungenen Satz und historischen Kontext. Wir begegnen etwa bei Chorälen wie »Nun komm, der Heiden Heiland«, »Herr Christ, der einig Gott's Sohn«, »0 Mensch, bewein dein Sünde groß« und vielen anderen, bis zu acht altmeisterlichen Sätzen, die gleichermaßen A-cappella-Sätze als auch Orgelsätze sind und beredt Einblick geben in einen ganzen Kosmos von Harmoniegestaltung, Stimmführung und Textbezug - Kunst also, und nicht auf den Zweck der Gemeindebegleitung zurecht gestutzten Gegenstand. Gelegentlich finden wir auch einen Satz, versetzt in mehrere Tonarten, auch das ist eine Eigenheit dieser Ausgabe, aus der Praxis entsprungen.
So verschieden in Stil und Anlage, ja sogar gelegentlich in kontrapunktischen Liedkombinationen, die Darstellung einer jeden Weise auch ist: In all die stilistische Vielfalt klinkt sich der Herausgeber mit eigenen Vorspielen, Intonationen und Sätzen stilkundig ein, sei es in der Manier eines Johann Pachelbel, Johann Gottfried Walther, Johann Sebastian Bach ... Seine orgelinspirierte Satz- und Spielgeläufigkeit ist darüber hinaus auch da gegenwärtig, wo er sich in neuzeitlicheren Beiträgen eigenständig profiliert: oft hintergründig, gelegentlich augenzwinkernd - in allem nicht als Epigone, sondern als Souverän im Umgang mit Choral und Stil. Das erklärt auch, dass er sich verkniffen hat, manche allzu fragwürdigen neuen Lieder in seine Sammlung aufzunehmen. Ganz ins Bild passen die witzigen und beziehungsreichen Karikaturen und Sprüche seines Lehrers Guy Bovet, die die Gesamterscheinung der fülligen Bände anmutig auflockern.
Leicht spielbar ist das meiste, aber es gibt keinen Haltvor höheren Schwierigkeitsgraden, Notationen mit Alt-Schlüsseln, Sätzen mit Tenor-Cantus-firmi auch im Pedal bis hin zu 6-stimmigen polyphonen Begleitsätzen. Nicht zu vergessen: Fünf verschiedenfarbige Lesebänder zur Seitenvormerkung erleichtern den liturgischen Gebrauch.«
KMD und Komponist Gerhard Kaufmann, Tübingen

Musik und Kirche, Mai 2011
»Tiefe Fundgrube
Stil- und Spielbuch für Orgel. Intonationen, Vorspiele und Begleitsätze zu ausgewählten Liedern des Evangelischen Gesangbuchs, Stammteil und Regionalteil Württemberg. Hrsg. von Eberhard Klotz. Nagold 2070: Musikverlag Spaeth/Schmid.
2 Bände. €60,-.
Bei dieser Publikation handelt es sich um eine Art erweitertes Choralbuch, das neben vielen Begleitsätzen kürzere und längere Intonationen und Choralvorspiele enthält. Dabei ist vorwiegend der Stammteil des Evangelischen Gesangbuchs berücksichtigt; hinzu kommen einige der nur in Württemberg gebräuchlichen Lieder. Da zwar sehr viele, aber nicht alle Melodien bearbeitet wurden, sind die Bände nur als Ergänzung, nicht jedoch als Ersatz der gängigen Choralbücher brauchbar.
Zunächst beeindrucken der Umfang und die Fülle der beiden Bände, die von einem einzelnen Autor zum Druck befördert wurden, ferner die noble Ausstattung mit dem einer Denkmälerausgabe würdigen Druckbild in stattlichem Hochformat.
Die vom Herausgeber selbst komponierten Choralvorspiele gliedern sich in Intonationen, kürzere und längere Vorspiele.
Die Intonationen dürfen wohl als Improvisationsmodelle aufgefasst werden oder in sehr einfachen Verhältnissen Anwendung finden. Völlig anders präsentieren sich die längeren, ausgearbeiteten Kompositionen; hier zeigt sich Eberhard Klotz besonders in den an historischen Vorbildern orientierten Werken als gewandter Tonsetzer. Es gibt da einiges zu entdecken: etwa eine Fuge über »Im Frieden Dein« mit kantabel fließender Kontrapunktik, oder ein an den norddeutschen Barock erinnerndes Vorspiel zu »Kommt her zu mir, spricht Gottes Sohn« mit innig empfundener Kolorierung der Melodie; auch eine an das späte 19. Jahrhundert gemahnende Fuge über »Du, Gott, stützt mich« nötigt allen Respekt ab. Insgesamt gesehen sind die längeren Stücke die musikalisch gehaltvolleren; hier ist gelegentlich der Bezug zum Choral nur vage heraushörbar und der Rezensent würde solche Kompositionen eher als Vor- und Nachspiele zum Gottesdienst oder subcommunione verwenden. Die Begleitsätze erweisen sich als handwerklich ordentlich gearbeitet und meist leicht spielbar; mitunter erscheint der Cantus firmus auch im Tenor, seltener wird der Weg komplexer polyphoner Ausarbeitung beschritten. Ab und an ins Auge fallende Härten in der Stimmführung begründet der Verfasser damit, dass es hierfür historische Vorbilder gebe.
Einen großen Verdienst hat Klotz sich jedoch dadurch erworben, dass er zu den alten Chorälen eine faszinierende Fülle an historischen »Originalsätzen« bietet, die man so bislang noch in keiner Publikation finden konnte und die recht geschickt und ohne Brüche an die heutigen Melodiefassungen und Tonarten angepasst wurden.
Die wichtigsten Kantionalien des 16. und 17. Jahrhunderts sind alle vertreten; zudem finden sich auch Sätze mit polyphoner Struktur. Allein die sechs historischen Bearbeitungen von »Preis, Lob und Dank sei Gott, dem Herren« sind eine echte Bereicherung des Repertoires, und man sollte dieses Lied fortan nie wieder mit inspirationsloser 08/15-Harmonisierung zu Gehör bekommen. Weitere Verwendungsmöglichkeiten als Grundlage für eigene Kolorierungen, als Analyse-Beispiele für den C-Kurs-Unterricht etc. bieten sich an. Kurzum: Der Käufer bekommt einiges für sein Geld und quasi als Zugabe noch etliche humorige Karikaturen des Schweizer Orgelkünstlers Guy Bovet.
Damian von Maltzahn